Südfrankreich Kleinkind Tipps

Überblick 16-tägiger Roadtrip durch Südfrankreich

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Im September 2022 haben wir mit unserem 21 Monate alten Sohn einen 16-tägigen Roadtrip durch Südfrankreich – Cote d´Azur und Okzitanien mit einem Abstecher nach Monaco und Andorra – gemacht.
Wenn du Südfrankreich mit Kleinkind besuchen möchtest, ist der Beitrag mit Tipps sicherlich hilfreich.
Wir sind ca. 1,5 Stunden von Wien nach Nizza geflogen und haben uns am Flughafen unseren Mietwagen mit Kindersitz abgeholt. Von dort aus ging es gleich zu unserer ersten Unterkunft in das 30-minütig entfernte Cannes gefahren.

Cannes gilt als die schönste Stadt der Côte d`Azur, du solltest sie daher bei einem Roadtrip durch Südfrankreich unbedingt gesehen haben.
Unsere 2-Zimmerferienwohnung am Stadtrand von Cannes können wir jedenfalls empfehlen. Wir hatten einen tollen Meerblick, zwei Pools und einen öffentlichen Sandstrand direkt vor der Türe.
Die Wohnung war für uns ideal für Tagesausflüge in dieser Region gelegen. Wir haben vier Nächte in dieser Unterkunft verbracht.

Am 2. Tag unserer Frankreich Reise ging es für uns in das zweitkleinste Land der Welt – Monaco, das eine knappe Stunde von Cannes entfernt liegt.
Monaco ist vor allem für seine luxuriösen Casinos, den Jachthafen und die Formel 1 Rennstrecke bekannt. Ein Tagesausflug reicht völlig aus um den Stadtteil Monte Carlo entdecken zu können.

Am 3. Tag unserer Frankreich Reise sind wir ins ca. 80 minütig entfernte Saint-Tropez gefahren. Hier kannst du das Jet-Set Leben förmlich am Hafen der Küstenstadt riechen. Einen wunderschönen Ausblick auf die Bucht erhältst du von der Zitadelle.

Am 4. Tag unserer Frankreich Reise haben wir einen Tagesausflug zur Verdonschlucht gemacht. Rückblickend gesehen, ist dies eines unserer Highlights auf unserem Roadtrip mit Kleinkind. Die Verdonschlucht liegt zwar 2 Stunden und 20 Minuten von Cannes entfernt, lohnt sich aber allemal besucht zu werden.
Wir haben eine Bootsfahrt auf dem Stausee gemacht und es uns einfach gut gehen lassen! Der Ausblick auf das Felsmassiv, das auch als der Grand Canyon Frankreichs bezeichnet wird, ist traumhaft schön!

Am 5. Tag unserer Reise haben wir unsere Unterkunft in Cannes verlassen und sind mehr oder wenig bis nach Saint-Laurent-de-la-Cabrerisse im französischen Okzitanien durchgefahren.
Wir haben somit die Côte d`Azur nach vier Nächten verlassen und sind in die Nachbarregion gefahren.
Die Ferienwohnung im kleinen Ort mit privatem Pool und Terrasse mit Grillmöglichkeit, war nicht nur wunderschön, sondern hatte auch eine ideale Ausgangslage für unsere Tagesausflüge. Wir haben drei Nächte in dieser Unterkunft verbracht.

Am 6. Tag unserer Frankreich Reise haben wir die historisch bedeutsame Stadt Narbonne mit ihrer Via Domitia, der ersten Römerstraße aus Galien besichtigt. Narbonne liegt nur 30 Minuten von unserer Unterkunft in Saint-Laurent-de-la-Cabrerisse entfernt.

Am 7. Tag des Roadtrips besichtigten wir die Cité de Carcasonne, ebenfalls ein Highlight auf unserer Reise, das du auf keinen Fall verpassen solltest. Sie liegt nur 35 Minuten von unserer Ferienwohnung in Saint-Laurent-de-la-Cabrerisse entfernt. Die mittelalterliche Festung zählt zu einer der besterhaltendsten Burgen weltweit und kann sehr gut mit Kleinkind besichtigt werden.

Am 8. Tag unserer Reise war es wieder angesagt Kilometer zurückzulegen. Für uns ging es 3,5 Stunden weiter nach Andorra La Vella, die Hauptstadt von Andorra, einem kleinen Fürstentum und Zwergstaat Europas, der zwischen Frankreich und Spanien liegt.
Da es nach Andorra keine Zug-, Bus- oder Flugverbindung gibt, zählt dieses Land als das zu schwierig erreichende Land in ganz Europa. Du erreichst Andorra La Vella nur mit dem Auto, indem du durch die Pyrenäen fährst und schon allein dieser phänomenale Ausblick, macht einen Besuch in Andorra besonders.
Wir haben in Andorra La Vella lediglich eine Nacht und einen ganzen Tag verbracht, was für diese kleine Hauptstadt auch völlig ausreichend ist. Wir haben in einem Hostel mitten im Zentrum übernachtet.

Am 9. Tag unserer Reise ging es von Andorra wieder zurück nach Frankreich. Wir sind zu unserer Unterkunft nach Montauban gefahren, die ca. 3 Stunden nördlich von Andorra liegt.
Auf dem Weg haben wir einen Zwischenstopp in der wunderschönen Universitätsstadt Toulouse gemacht. Die Stadt hat uns sehr gut gefallen! Gerne hätten wir mehr Zeit hier verbracht.
In Montauban haben wir in einer schönen 2-Zimmer Ferienwohnung mit Balkon übernachtet. Die Wohnung war für uns wieder sehr gut gelegen um Tagesausflüge in den Norden zu machen.

Am 10. Tag unserer Reise ging es für uns zur Gouffre de Padirac, einem eindrucksvollen Höhlensystem mit unterirdischem Fluss und einem riesigen Schlund beim Eingang der Höhle. Definitiv ein weiteres Highlight auf unserer Reise! Der Schlund von Padirac liegt etwa 1,5 Stunden nördlich von unserer Unterkunft in Montauban.
Auf dem Rückweg zu unserer Unterkunft haben wir einen Zwischenstopp in Cahors bei der Pont Valentré gemacht. Die Brücke gilt als Meisterwerk der mittelalterlichen Militärarchitektur.

Am 11. Tag unseres Roadtrips haben wir von Montauban einen Tagesausflug nach Albi gemacht, das ca. eine Stunde westlich liegt. Wieder ein Highlight unserer Reise! Du erhältst in dieser mittelalterlichen Stadt wunderschöne Ausblicke auf das Stadtbild und das aus mehrere Perspektiven!

Am 12. Tag unserer Reise haben wir unsere Unterkunft in Montauban verlassen und sind weiter nach Nimes in den Osten gefahren. Wir haben uns somit langsam aber doch wieder auf den Rückweg nach Nizza gemacht, von wo aus wir wieder nach Hause geflogen sind.
In Nimes hatten wir ein großes Ferienhaus am Stadtrand, was uns sehr gut gefallen hat. Wir haben hier drei Nächte verbracht. Einen Besuch in Nimes selbst können wir ebenfalls empfehlen. Du findest eine schöne Stadt, die architektonisch von der gallorömischen Kultur geprägt ist.

Am 13. Tag unserer Reise haben wir von Nimes einen Tagesausflug zur Pont du Gard und Avignon gemacht. Die Pont du Gard liegt ca. 30 Minuten und Avignon von 45 Minuten von Nimes entfernt.
Die Pont du Gard ist einfach Wow! Wir haben uns den Besuch der römischen Wasserleitung mit seinem römischen Aquädukt extra bis Ende der Reise aufgehoben. Ein wahres Meisterwerk der römischen Architektur und sehr gut erhalten. Du solltest die Brücke unbedingt besichtigen, auch sie zählt zu einem unserer Highlights auf der Reise!
Wir haben noch am selben Tag Avignon, mit seiner halb zerstörten Brücke besichtigt. Avignon ist mit seiner umgebenden Stadtmauer und seiner besonderen Brücke ebenfalls einen Besuch wert!

Am 14. Tag unserer Reise haben wir die Salinen d`Aigues-Mortes besichtigt, die etwa 45 Minuten südlich von Nimes entfernt liegen. Hierbei handelt es sich um eine der größten und ältesten Salzproduktionsstätten. Das Meer ist an dieser Stelle aufgrund der Algen pink gefärbt. Es ist daher auch optisch eine besondere Salzproduktionsstätte. Wir haben die Salinen mit dem Bummelzug befahren, was mit Kleinkind unglaublich schön war!

Am 15. Tag unserer Reise haben wir unsere Unterkunft in Nimes verlassen und sind weiter nach Fréjus gefahren. Einem kleinen Ort direkt am Strand und einem schönen Park mit zahlreichen Freizeitaktivitäten.
Wir haben unsere letzte Nacht in Frankreich in einer Ferienwohnung in Fréjus verbracht und die Reise Revue passieren lassen.
Von Nimes nach Fréjus haben wir einen Zwischenstopp in Marseille eingelegt. Marseille ist die zweitgrößte, älteste und gefährlichste Stadt in ganze Frankreich!
Wir haben die Küstenstadt sehr schön gefunden, sie ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

Am 16. Tag unserer Reise haben wir unseren Mietwagen am Flughafen von Nizza abgegeben und sind mit wunderschönen Erinnerungen nach Hause geflogen.

Fazit unseres Roadtrips mit Kleinkind

Wir haben in kurzer Zeit sehr viel gesehen und tolle Regionen in Südfrankreich kennen gelernt. Wir haben uns dazu entschieden, jeden Tag lieber ein bisschen länger zu fahren, als ständig Unterkunft zu wechseln. Für uns war es definitiv die richtige Entscheidung.
Unsere Unterkünfte haben wir meistens nach Standort für unsere Tagesausflüge und unseren Ansprüchen mit Kleinkind gewählt. Wir hatten zum Beispiel bei jeder Unterkunft einen privaten Balkon oder Terrasse mit dabei.
Unser Sohn konnte abends schlafen und wir hatten eine schöne Ausweichmöglichkeit um die lauwarmen Abende draußen zu verbringen. Zwei Mal hatten wir sogar eine Ferienwohnung mit Pool, was wirklich toll war. Wir haben die Schwimmmöglichkeiten gut genutzt!

Einen Roadtrip durch Südfrankreich mit Kleinkind kann ich sehr empfehlen, hier findest du noch ein paar hilfreiche Tipps: Wir hatten keinerlei Schwierigkeiten Babynahrung, Windeln und Kindersnacks etc. zu bekommen. Jeder Supermarkt ist gut ausgestattet. Da wir an manchen Tagen mehrere Stunden mit dem Auto unterwegs waren, haben wir Einkehrmöglichkeiten mit Spielplatz angesteuert. Wir haben viele Stopps auf unserer Reise gemacht und häufig Raststätten mit Spielplatz nahe der Autobahn gefunden.

Gut zu wissen

Die Autobahnen in Frankreich sind größtenteils privatisiert! Das bedeutet, die Autobahnen sind gut ausgebaut, jedoch auch sehr teuer! Du zahlst bei gewissen Abschnitten auf der Autobahn eine Mautgebühr. Es gibt – wie in Österreich oder Deutschland – keine Vignette. Das kann einen Roadtrip durch Frankreich recht teuer machen! Es hat sich jedoch voll und ganz gelohnt!

Wenn du Südfrankreich (mit Kleinkind) besuchen willst und Tipps suchst, kann ich dir den Reiseführer von Marco Polo empfehlen.

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